Projekttag „Darstellendes Spiel“

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Am Projekttag „Darstellendes Spiel“ am Mittwoch, 05.06.19, stellten vier Grundkurse DSP in insgesamt sechs Vorstellungen ihre Theaterproduktionen vor.

Der Grundkurs Raster 8 mit Justin Stadeus, Hadi Hassan, Vivien Lewandowski u.a. gab am Morgen in der prall gefüllten Weltbühne den Startschuss für „Nichts was im Leben wichtig ist“. Was als einfaches Spiel begann, entpuppte sich plötzlich zum Thriller, in dem die Mitglieder einer Schulklasse Opfer bringen mussten, um Pierre Anton (Niklas Hand) vom Sinn des Lebens zu überzeugen. Dann ein trauriges Ende mit den „Sounds of Silence“.

Kein Platz war mehr frei, als der Grundkurs Raster 9 mit Norman Bergmann, Keno Stukenbröker, Gwendolin Jahn, Sarina Kugele u.a. um 12.15 Uhr ihre Eigenproduktion, den „Sinto-Boxer“, zeigten. Die Bühne war nun eine Boxkampf-Arena in den 30er Jahren zur Zeit der Machtergreifung der NSDAP. Dem Sinto-Boxer Johann Wilhelm Trollmann wurde der Titel des Deutschen Meisters im Mittelgewicht wegen seiner Herkunft als Sinto aberkannt. Als Protestaktion übergoss er sich mit weißem Mehl. Schließlich wurde er von Nazis ermordet.

Der Grundkurs Mi0 mit Michael Burdon, Niklas Romanowski, Tim Peters u.a. spielte mittags um 14.00 Uhr „Die neuen Leiden des jungen W.“ In Rückblenden und Vorwärtsblenden wurde das Schicksal des Aussteigers Edgar Wibeau gezeigt, der nach der Lektüre von Goethes Werther und einer eigenen unglücklichen Liebe seinen Halt verlor.

      Nachmittags begeisterte der Grundkurs Raster 10 mit einer Parodie auf Charles Dickens „Oliver Twist“.  Es blieb kein Auge trocken, als Levin-Christopher Haack den in Bücher verliebten Mr. Brownlow karikierte, Aygun Akdenuz als Fagin seine Diebesbande im Fach „Diebstahl“ unterrichtete und Evelyn Görtz als Oliver Twist von einer schwierigen Situation in die andere stolperte.

Anschließend wurden 2 Präsentationen für Eltern, Freunde und IndividualbesucherInnen wiederholt. Die Gruppen überzeugten durch Spielstärke und Spielfreude in jeweils 50-Minuten-Dramen und bewiesen, dass man durch künstlerisches Wollen das Publikum begeistern kann.