Demokratisch Handeln 2026
Gestern durfte ich als Beraterin für den regionalen Wettbewerb in der Bremischen Bürgerschaft acht Wettbewerbseinreichungen auf Landesebene auszeichnen. Eine Schüler:innen Jury hatte alle Wettbewerbseinreichungen begutachtet und dann eine Auswahl getroffen. Zuvor hatten sich alle acht Klassen nochmal im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft mit beeindruckenden Präsentationen vorgestellt. Die Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft Frau Grotheer und Herr Nelson als Vertreter für denSenator für Kinder und Bildung waren begeistert, wie Kinder und Jugendliche Demokratie leben. Dank der ausgezeichneten Arbeit der Lehrer:innen an den Schulen, konnten diese vorgestellten Projekte entstehen. Die gleichzeitig aufzeigen, was eine demokratische Schule ausmacht .Aus Bremerhaven gehören fünf Projekte/schulische Vorhaben zu den diesjährigen Landespreisträger: Im Projekt "Hoffnung - Umut" hatten sich Schüler:innen der Carl-von-Ossietzky-Oberschule mit den Ereignissen im Erdbebengebiet in derTürkei auseinandergesetzt. Besonders bewegend war dabei der Blick auf das Lebender Kinder nach der Naturkatastrophe. Aus diesen Gedanken und Gesprächenentstand ein Theaterstück über Hoffnung, Mut und Mitgefühl. Ein eindrucksvolle sBeispiel dafür, wie junge Menschen globale Ereignisse aufgreifen und ihnen eine Stimme geben. Eine 6. Klasse der Humboldtschule ließ sich von dem Buch "Cool wie Bolle" inspirieren. Gemeinsam überlegten die Schüler:innen: Was macht Menschen eigentlich "cool"? Aus dieser Frage entstand nicht nur eine kreative Fortsetzung der Geschichte, sondern auch eine besondere Idee: ein echter Cool-O-Meter. Dieses kreative Ergebnis wurde nicht nur in der Schule präsentiert, sondern sogar in einem Buchladen in Bremerhaven ausgestellt .Eine weitere Klasse der Humboldtschule (10. Klasse) hatte sich mit einemhistorischen Thema beschäftigt: 80 Jahre Kriegsende. Die Schüler:innen führtenInterviews und recherchierten sowohl zur Geschichte Bremerhavens als auch zurGeschichte ihrer eigenen Schule. Ausgewählte Ergebnisse hatten sie in Form von zwei Zeitungsseiten gestaltet. Damit zeigen sie, wie wichtig Erinnerung ,Recherche und kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für unseredemokratische Gegenwart sind.Im Englischunterricht des Lloyd Gymnasiums wurde ein globales Themaaufgegriffen. Die Verschmutzung der Meere durch Plastikflaschen wurde in einem Video dargestellt. Die Schüler:innen einer 7. Klasse gingen dabei sogar einenSchritt weiter und interviewten auf Englisch eine Wissenschaftlerin desAlfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven. So verbinden sich Sprache ,Wissenschaft und gesellschaftliche Verantwortung .Das Projekt "Jugend bewegt! Engagement und Austausch" derCarl-von-Ossietzky-Oberstufe widmete sich der Frage, was Engagement für unsere Gesellschaft bedeutet. Ziel des Pilotprojekts war es, ehrenamtliches Engagementzu stärken. Unterstützt durch den Seniorenbeirat Osterholz-Scharmbeck kamen Schüler:innen mit erfahrenen Ehrenamtlichen ins Gespräch. In kleinen Gruppentauschten sie sich über eine große Frage aus: Was macht mich glücklich und,warum engagiere ich mich für andere? Dabei ging es auch darum, die eigene Selbstwirksamkeit zu entdecken und wichtige Kommunikations- undHandlungskompetenzen zu entwickeln. Die Humboldtschule erreichte mit ihren beiden Beträgen den 1. Platz (=Humboldt-Kurier - 80 Jahre Kriegsende) und den 3. Platz (Cool-o-Meter) auf Landesebene. Bremerhaven kann wirklich stolz auf so viele engagierte Lehrer:innen undSchüler:innen sein.
