Gymnasiale Oberstufe des Schulzentrums Carl von Ossietzky, Bremerhaven

Skip to content
  • Startseite
  • Carl von Ossietzky
  • Leitbild
  • Downloads
  • Kontakt
  • Impressum
← Robotik AG in der NZ Rezension im Achimer Kreisblatt über das „Neue Theater CvO“ →

Lizzie Doron

Geschrieben am 30. November 2017 von Ingo Beck

Am Do., 30.11.17 war Lizzie Doron zu einer Lesung an der CvO-GyO – eine tolle Veranstaltung! Dank an Dorothee Starke vom Kulturamt für die Vermittlung und Dank an die Kollegin Inga Zander und den Kollegen Gerrit Bliefernicht für die Umsetzung.

Vielen Dank an Felina Reininghaus für ihren ausführlichen Bericht!

Lizzie Doron, Autorin des nur in Deutschland im April diesen Jahres veröffentlichten Buches „Sweet Occupation“, ist am Donnerstag, dem 30.11.2017 zu Besuch an der CvO-GyO. Grund dafür ist eine Lesung im Politik-Leistungskurs in der Q2, um den Schülern neue Einblicke von Seiten eines Insiders in den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis zu geben. Das Thema des Israelischen und Palästinensischen Staats, die Entstehung des Konflikts, die Gründung Israels auf palästinensischem Territorium als auch die Interessen und Instrumente der jeweiligen Konfliktparteien werden hierzu im Unterricht bearbeitet. Überwiegend wird in den behandelten Texten der gegenseitige Hass und Terrorismus gegenüber den anderen Bevölkerungsgruppen beschrieben. Der Lesung wohnen unter anderem der Schulleiter der CvO-GyO Ingo Beck und die Leiterin des Kulturamtes, Dorothee Starke, bei.

Die Autorin selbst kommt aus Tel Aviv, Israel, und ist auch dort aufgewachsen. Im Alter von 34 Jahren im Jahr 1998 begann ihre Autorentätigkeit. Ihre veröffentlichten Bücher handeln von ihrer Familiengeschichte, dem Judentum und ihr selbst, so dass auch viele autobiographische Züge enthalten sind. Im Jahr 2007 wurde sie für den Jeanette-Schocken-Preis, dem Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur, nominiert. Dieser Preis ist einer Überlebenden der Reichskristallnacht und ihren jüdischen Glaubensbrüder und –schwestern gewidmet. Er steht für die Bekämpfung von Verfolgung und Ausgrenzung. 2009 wurde sie zu einem Besuch in Rom eingeladen, wonach sich ihre Ansichten gegenüber Palästinensern änderten. Lizzie Doron und sieben weitere Israeli trafen sich hier mit acht Palästinensern, um unter friedlichen Bedingungen ihre persönlichen Lebensgeschichten auszutauschen. Alles, was Frau Doron bis dahin wusste war, dass Palästinenser wegen ihrer Religion, dem Islam, unschuldige Menschen töteten – darunter Freunde und Familie Frau Dorons. Bis dato herrschte in ihr das Vorurteil, dass Araber Terroristen und Juden Opfer seien.

Durch diesen Austausch begann für die Autorin eine andere Herangehensweise an den Konflikt. Frau Doron reiste danach nach Palästina, um ehemalige Terroristen zu besuchen und ihre Geschichten weiterzuerzählen, obwohl sie mit ihren vergangenen Ansichten über jene kämpfte. Sie sah nun, dass sowohl die Israelis, als auch die Palästinenser nur ein normales Leben führen wollten. Ohne Angst, Terror oder gewaltsamen Tod. Beide Konfliktparteien seien ihrer Ansicht nach nicht fähig, der jeweils anderen Seite zuzuhören, weil beide damit beschäftigt seien, das eigene Überleben zu sichern. Politiker machten sich die Angst und den gegenseitigen Hass für den eigenen politischen Vorteil zunutze. Auch, um die Kontrolle über die Menschen zu bewahren. Israel sei als Zufluchtsort für Menschen jüdischen Glaubens errichtet worden, da sie in der Geschichte schon oft verfolgt, gejagt und getötet worden seien. Es wurde auf palästinensischem Gebiet errichtet, womit Palästinenser Flüchtlinge in ihrem eigenen Land wurden. Beide Seiten, Palästinenser und Israelis, wollen ihr Land nicht aufgeben.

Auf die Frage nach einer Lösung, ob Zwei-Staaten-, Ein-Staat-, oder Kein-Staat-Lösung kann Frau Doron aufgrund der Vielschichtigkeit der Situation keine konkrete Antwort liefern. Für den Westen sei es einfach, eine Lösung in diesem Konflikt vorzuschlagen, nicht aber für den Mittleren Osten. Dort seien die Menschen religiöser, das mache Konflikte komplizierter. Diese Konflikte können und würden auf eine andere Ebene verlagert werden, wo es bislang scheinbar keine Lösung gebe.

Auch wenn es ihrer Meinung nach keine Lösung gibt, kämpft Frau Doron für Gleichheit und Menschenrechte in beiden Staaten, Israel und Palästina. Die Quintessenz der Lesung ist: „Denkt nach und hinterfragt, bevor ihr blind jemandem folgt!“

Bisher erschienene Titel der Autorin:

„Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen?“

„Es war einmal eine Familie“

„Ruhige Zeiten“

„Der Anfang von etwas Schönem“

„Das Schweigen meiner Mutter“

„Who the Fuck Is Kafka?“

„Sweet Occupation“

This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.
← Robotik AG in der NZ
Rezension im Achimer Kreisblatt über das „Neue Theater CvO“ →

Comments are closed.

  • Aktuelle Hinweise
  • Personal
  • Fächer
  • Beratung
  • Termine
  • Studienfahrten
  • Berufs- und Studienorientierung
  • Schule mit Courage (SoR)
  • Young Scientists
  • AWI-Projekt HIGHSEA
  • Förderkreis
  • Schülervertretung
  • Elternbeirat
  • Jugend forscht
  • Robotik-AG
    • Kamera – System
    • RFID Türschloss
  • Die Oberschule im Haus
Gymnasiale Oberstufe am Schulzentrum Carl von Ossietzky Proudly powered by WordPress