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Exkursion ins Rock and Popmuseum in Gronau 2009

Exkursion ins rocknpopmuseum in Gronau
Am Samstag, den 21. November 09 nahmen die Musikkurse der 13. Jahrgangsstufe an einer Exkursion ins rocknpopmuseum in Gronau, der im Rahmen einer Klausurersatzleistung entstanden ist, teil. Begleitet wurden sie von weiteren interessierten Schülern, drei Studenten aus Bremen und natürlich ihrem Musiklehrer Herrn Beck, der seinen Sohn Dario mit im Schlepptau hatte.
Der ganze Tag verlief eigentlich unerwartet reibungslos: Der Busfahrer und die Schüler waren pünk­tlich, das Ganze an einem Samstagmorgen, und wir waren von gutem Wetter begleitet! Um 8 Uhr in der Früh begann dann die dreistündige Fahrt, die uns an unser Ziel, dem wunderschönen Gronau, brachte.
Wir stürmten sofort ins Museum und wurden dort auch schon sehnsüchtig erwartet. Nachdem die Notdurft, die Bezahlung und das Ablegen von Rucksäcken und Jacken erledigt waren begann auch schon die etwa einstündige Führung: eine Führung durch die Historie der Musik, beginnend im 19. Jahrhundert bis heute. Angefangen bei der klassischen Musik, seinen Vertretern wie etwa Wolfgang Amadeus Mozart und dem dazugehörigen Tanz, den Wiener Walzer, arbeiteten wir uns entlang einer Zeitleiste in der Dauerausstellung durch die verschiedensten Musikrichtungen der Jahrzehnte. Wie hat sich die Musik verändert? Wie hat sich die Beziehung von Mensch und Musik verändert? Und wie hat sich der Tanz zur Musik verändert? Eine Antwort auf all diese und weitere Fragen findet man im rocknpopmuseum
!
So erfährt man beispielsweise, dass der Wiener Walzer zu Beginn ein äußerst verpönter Tanzstil war, da man die Knöchel der Frauen sehen konnte und wegen der ständigen Berüh­rung zwischen Mann und Frau in der Öffentlichkeit. Diese Tatsache klingt nahezu lächerlich, wenn man sich dann anhand der Zeitleiste bis in die 1960er vorarbeitet, in der die Hippies freie Liebe und öffentlichen Drogenkonsum unter dem Banner der „Flower Power“ ausüben. Apropos Drogenkonsum. Die Drogen sind ein ganz wichtiger Bestandteil der Musikszene und so gibt es auch kaum eine Musikrichtung, die ohne sie auskommt. Hier leistet das Museum im Grunde Aufklärungsarbeit und verweist auf Schäden, die man mit dem Konsum seinem Kör­per antut.
Nahezu jede Information wird mit passendem Ton- und Videomaterial unterstützt und be­wiesen, was das
rocknpopmuseumzu einem ganz besonderem Museum macht: spannender und erlebnisreicher! Besonders erwähnenswert ist wohl die „auditive Musikreise“, die man innerhalb des Museums antreten konnte. Ein Raum, ausgestattet mit den besten Boxen, lie­ßen einen teilhaben an der Musikgeschichte und anderen großen historischen Ereignissen wie am Hitlerregime und dem 11. September 2001. Der Klang der Musik und des gesprochenen Wortes wurde geradezu fühlbar durch Schwingungen, die durch Vibrationen aus dem Boden wahrnehmbar waren: ein einmaliges Ereignis!
Nach der Führung haben viele von uns die Chance ergriffen und einen kleinen Snack in der angrenzenden Innenstadt zu sich genommen.
Zurück im Museum konnten wir uns dann selbst umschauen und unsere musikalische Ader im Klanglabor ausleben. Ehemalig war dieses Klanglabor ein Geburtstagsgeschenk an Mann­heim zum 400. Jahrestag, doch nun steht es im
rocknpopmuseum. Hier hat man die Möglichkeit Beats, Bässe, Sounds und Gesang ohne Instrumenten- oder Notenkenntnisse an einem Mixtable zu­sammenzubasteln und anschließend mit etwaigen Effekten zu versetzen, um letztendlich seinen eigenen Song zu kreieren. Dies haben wir uns natürlich nicht zwei Mal sagen lassen und sind schöpfe­risch tätig geworden. Einige, die von ihrer Eigenkomposition selbst überzeugt waren haben die Chance genutzt und sich gleich einen sogenannten Barcode ausgedruckt, welcher einem ermöglicht, seinen eigenen Song gut zwei Wochen nach Entstehung legal und vollkommen kostenfrei im Internet runterzuladen.
Auch die Umgebung des rocknpopmuseum lädt zum Verweilen ein. Gleich neben dem Museum trifft man auf den Inselpark, der im Rahmen der Landes-Gartenschau 2003 entstanden ist und eine wirklich schöne Atmosphäre mit seiner Auseinandersetzung von Kunst und Pflanzen bietet. Es wurden Grach­ten eingezogen und somit Inseln geschaffen, die durch Wasserläufe voneinander getrennt sind und doch über Brücken problemlos zu erreichen. Das ganze in unmittelbarer Nachbarschaft, was zum Aufenthalt in der Natur und zu längeren Spaziergängen einlädt. Nicht selten fällt in diesem Zusam­menhang der Begriff „Klein-Venedig aus dem Münsterland“.
Außerdem prangt direkt neben dem Hotel ein Kletterturm hervor, der zwar nur auf eigene Gefahr beklettert werden darf, und trotzdem eine willkommene Abwechslung besonders für die Jungen darstellt, um überschüssige Energie loszuwerden.
Der Ausflug war in jederlei Hinsicht ein Erfolg und ist nur wärmstens zu empfehlen. Besucht doch auch einfach mal das rocknpopmuseum und lasst euch von dem Museum der anderen Art beeindru­cken!
Kevin Barth

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