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Rede der SV
Liebe Schülerinnen und Schüler,
sehr geehrter Lehrkörper,
liebe Gäste,
sehr geehrter REV, liebe Eisbären,
sehr geehrter Herr Senator Nussbaum,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Oberschulräte!
Herzlich willkommen und herzlichen Dank, dass Sie heute zusammengekommen sind.
Wir haben uns hier versammelt, um heute ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen dafür, dass wir mit Gewalt und Hass an Schulen nicht einverstanden sind. Deshalb haben wir an unserer Schule das Projekt „Schule ohne Rassismus − Schule mit Courage” ins Leben gerufen. Bei diesem Projekt geht es darum, die Schüler und Schülerinnen durch gemeinsame Projekte uns Aktionen näher zusammen zu bringen. Damit möchten wir die Zivilcourage in unserer Gemeinschaft stärken, denn „gemeinsam sind wir stark”. Zudem möchten wir ein Vorbild für alle Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe I werden. Wir sind überzeugt davon, dass Schülerinnen und Schüler schon in frühem Alter an solche Aktionen und Institutionen herangeführt werden sollten, um Ihr Vertrauen in solche Aktionen zu stärken und damit Sie später auch den Mut haben selber Zivilcourage zu beweisen. Diese Rahmenveranstaltung ist für uns erst der Startschuss, den wir als Auftrag für viele weitere Aktionen sehen. So planen wir zum Beispiel im Sommer einen „Fair Play”-Sporttag.
Das Projekt begann im eigentlichen Sinn schon einige Zeit vor der heutigen Veranstaltung. Vor einigen Monaten wurde an unserer Schule eine Umfrage gemacht, in der sich 76,5 % der Schüler dafür aussprachen, dieses Projekt an unserer Schule ins Leben zu rufen. Damit bekannten sich die Schüler zu den drei Grundsätzen des Projektes Schule mit Courage:
1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierung, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, einander künftig zu achten.
3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierung durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.
Bereits letzte Woche Freitag fand eine Aktion statt. Der Leiter des deutschen Orient-Instituts, Professor Dr. Udo Steinbach, hielt einen Vortrag zum Thema: „Irak und Terrorismus, worauf müssen wir uns in Europa noch einstellen?”. Somit ist diese Veranstaltung ein Symbol. Ein Symbol dafür, dass man auch anders kann. Dass wir uns zusammen gegen Gewalt stark machen können. Deswegen haben wir die heutige Rahmenveranstaltung schon ganz bewusst unter das Motto „Schule mit Courage” gestellt. So ist auch der Ausschnitt aus dem Theaterstück Andorra, den Sie als nächstes auf dem Programm finden, bereits ein Beitrag zu dieser Aktion.
Jane Janzik, April 2004
